Anti-Aging durch NichtrauchenDrastische Auswirkungen des Rauchens auf die Haut
Rauchen kann einen Menschen ganz schön alt aussehen lassen. Jeder weiß: Rauchen schädigt das Herz-Kreislaufsystem und Rauchen erhöht das Krebsrisiko. Doch kaum jemand macht sich ernsthafte Gedanken über die Folgen des Rauchens für die Haut. Dabei sind diese bei starken Rauchern recht drastisch. Das gilt sowohl für die gesunde als auch für die erkrankte Haut.
Neben Nikotin sind im Tabakrauch etwa 4.000 weitere Substanzen enthalten wie aromatische Kohlenwasserstoffe, Benzol, Formaldehyd oder Cadmium, von denen viele negative Auswirkungen auf die Haut haben. Das ebenfalls enthaltene Kohlenmonoxid etwa blockiert die Sauerstoffbindung des Hämoglobins im Blut und damit die Sauerstoffversorgung aller Gewebe, auch die der Haut.
Tabakrauch, egal ob von Zigaretten, Zigarren, Pfeife, Light- oder starken Zigaretten, verursacht Durchblutungsstörungen und den Abbau des Bindegewebes, er schwächt das Immunsystem, schädigt die Erbsubstanz DNA und die Zellmembranen, und er verstärkt die schädigende Wirkung der UV-Strahlung der Sonne. Die Folge sind tiefe Falten und Runzeln, eine schlecht durchblutete, blasse, empfindliche Haut sowie nicht selten die Entstehung von Krebsvorstufen. Kurz: Die Haut altert deutlich schneller. Wenn diese Tatsache insbesondere jungen, (noch) rauchenden Frauen bewusst wird, die sich ihr junges, frisches Aussehen sicherlich gern noch Jahre und Jahrzehnte erhalten wollen, so ist vielleicht ein Umdenken erreichbar.
Neben den unschönen Folgeerscheinungen des Rauchens auf gesunde Haut sind auch zahlreiche negative Auswirkungen des Tabakkonsums bei Hauterkrankungen zu beobachten. Hier nur einige Beispiele: Bei erkrankter Haut verlangsamen die verschlechterte Durchblutung und das verringerte Sauerstoffangebot die Heilung sämtlicher Formen von Verletzungen oder Operationswunden. Bei Psoriasis kann Tabakrauch die entzündlichen Prozesse fördern und damit einen Schub begünstigen. Die Schwächung des Immunsystems durch das Rauchen spielt eine Rolle bei bestimmten Formen der Akne. Für Neurodermitiker stellt sogar das Passivrauchen einen Risikofaktor dar. Betroffene Kinder sollten nur in rauchfreien Räumen aufwachsen. Das verringert auch ihr Risiko für Asthma. Raucher haben außerdem ein höheres Risiko für Kontaktallergien, etwa gegen Nickel oder Duftstoffe. Das geschwächte Immunsystem von Rauchern ist zudem weniger gut in der Lage, gegen die Bildung von Metastasen bei bestehenden Melanomen (Hautkrebs) vorzugehen, wie ein gesundes. Auch das Risiko für hellen Hautkrebs wird durch das Rauchen erhöht, und die Liste könnte noch fortgeführt werden.
Fazit: Wer etwas auf sein Aussehen hält und sein Risiko für diverse Hauterkrankungen nicht erhöhen will, ist gut beraten, Tabakrauch generell zu meiden. Nichtrauchen ist eine der wichtigsten Anti-Aging-Maßnahmen und obendrein unschlagbar kostengünstig.
Quelle:
Redaktion hautstadt; Lit.: „Auswirkungen des Rauchens auf die Haut“, Ästhetische Dermatologie 3-2005, S. 11-23
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