Hunde und Würmer schützen vor Allergien

- Katzen von Allergikern lieber fernhalten

Hunde, Würmer und Bakterien schützen vor Allergien, Katzen jedoch nicht. Das geht aus der Auswertung von mehr als 320 Studien hervor, wie Torsten Schäfer vom "Aktionsbündnis Allergieprävention" auf dem Welt-Allergie-Kongress in München bei der Vorstellung neuer Präventionsempfehlungen für Ärzte und Patienten mitteilte. Nach derzeitigen Erkenntnissen sei die Haltung von Hunden möglicherweise günstig, während Katzen, Kaninchen und Meerschweinchen von Menschen mit erhöhtem Allergierisiko fern gehalten werden sollten. Zudem erkrankten Kinder, die eine Wurminfektion durchgemacht haben, seltener an Allergien, erklärte der Lübecker Hautarzt. Studien bestätigten darüber hinaus, dass Kinder, die auf einem Bauernhof aufgewachsen sind und häufiger Kontakt zu Bakterien hatten, besser geschützt sind. Zur Allergieprävention empfehlen Experten grundsätzlich, Kinder in den ersten vier Lebensmonaten ausschließlich zu stillen und vor dem fünften Monat keine Beikost zu geben. Zudem sollte Zigarettenqualm vor allem in der Schwangerschaft vermieden werden. Um die Vermehrung von Hausstaubmilben und Schimmelpilzen zu erschweren, die ebenfalls Allergien hervorrufen können, empfehlen die Experten eine ausreichende und regelmäßige Lüftung in den Wohnräumen. Bisher gab es in Deutschland keine konkreten Präventionsempfehlungen.

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